Sonntag, Februar 26, 2012

Buch: Hab ich selbst gemacht

Susanne Klingners Buch "Hab ich selbst gemacht" fiel mir bei einer Freundin in die Hände. Letztes Jahr wurde das Buch über Dawanda und andere Kanäle beworben und ich wollte es schon immer mal lesen. In den letzten Tagen war es eine angenehme Bettlektüre für mich.



Die Journalistin Susanne beschließt nach langen Tagen im Büro und ausschließlich Kopfarbeit, sich ein Jahr lang auf ein Selbermach-Jahr einzulaßen. Ein Jahr, indem sie versucht, vieles von dem, was einfach herzustellen ist, selber zu gestalten bzw. sich neue Techniken dazu anzueignen. Die Ausrede
Das kann ich nicht!
gilt nicht mehr.

Dabei gelten fünf einfache Regeln für sie:
1. Meinen Lebensstandard will ich beibehalten.
2. Dinge, die ich selber machen kann, kaufe ich nicht, sondern mache sie auch selber.
3. Was einfach geht, mache ich grundsätzlich und das ganze Jahr über.
4. Was schwieriger ist, probiere ich und lasse mir eventuell helfen.
5. Nur was mich wirklich unglücklich macht, darf ich sein lassen.


So beginnt sie nach einigen Startschwierigkeiten, erst am Wochenende und dann auch nach Feierabend damit, Brot zu backen, einen Garten anzulegen, Seife selber zu machen und und und.
Dabei wird sie zu einer passionierten Selbermacherin, die nach dem Jahr zwar viel mehr selber kann, in einiger Hinsicht aber auch froh ist, wieder auch auf gekaufte Dinge zurückgreifen zu können. In ihrem Fall, das geliebte leckere Bio-Brot, das einfach herrlich und dann doch besser schmeckt, als das von ihr gemachte.

Neben den einzelnen Kapiteln, in denen sie beschreibt, was sie mit ihren Händen gemacht hat, fand ich ein paar ihrer Aussagen sehr gut beobachtet.
Eine der Aussagen mit denen sie sich beschäftigt ist, warum in den letzten paar Jahren, der Selbstmach-Trend so stark um sich gegriffen hat und welche Motivation bei ihr dahintersteckt. Sicherlich kommt bei ihr auch als ein Auslöser die Unlust am ausschließlichen Konsumieren zu tage, aber ansonsten ist es die einfache Lust die Hände zu benutzen bei einem Job, der sie ausschließlich mit dem Computer und mit dem Verfassen von Texten konzentrieren läßt. Und sich runterkocht auf die Aussage "Es macht einfach Spaß".

Die andere Frage, die sie auch beschäftigt ist, dass einige der Frauen, die nun mehr selber-machen, das mit dem Ziel verfolgen, ihren Brot-Job aufzugeben, um nur noch Handarbeiten zu können und damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Allerdings sind das meistens Frauen, die leider aus eher schlecht bezahlten und nicht zufriedenstellenden Jobs kommen, für die das eine Alternative darstellt. Wie einige der jungen Strick-Designerinnen, die nun selbstständig ist, dafür aber auch 16 Stunden am Tag strickt. Für sie stellt es als Voll-Zeit Journalistin keine Alternstive dar.

Eine weitere Aussage, die ich leider ebenfalls vorbehaltlos bejahe ist, dass selbermachen auch viel Freizeit in Anspruch nimmt. Zeit, die man sonst eher mit dem Treffen von Freunden, Fernsehen oder in meinem Fall wohl eher mit dem Surfen im Internet verbracht hätte. So ertappe ich mich häufig mit der Frage, ob ich Samstag lieber ausgehe oder dann doch Nadeln klappernd mit einem Strickstück und dem Mann an meiner Seite den Abend verbringe...

Wie ist es bei euch? Standet ihr auch schon vor der Entscheidung, ob ihr nun lieber weggegehen sollt oder mit dem Strickzeug zu Hause bleiben sollt?

Kommentare:

*Marie* hat gesagt…

SUPER!!!! Vielen lieben Dank für den Tip;) Ich werde heute Abend mal ein bisschen bei dir und dem Knit along stöbern. Dein Blog ist so wunderbar kreativ, fröhlich und bunt......gefällt mir super gut. Jetzt muss ich gleich auf die Arbeit...... und bin leider nur auf dem Sprung! Liebe Grüße *Marie*

*Marie* hat gesagt…

Ich bin´s nochmals, das Buch habe ich selber noch nicht gelesen.... In der Buchhandlung habe ich es auch schon gesehen doch ich musste mich Geldbeutel-technisch auf eines beschränken. Mit genommen habe ich *Vintage your life* und das ist auch super! Man erhält in diesem Buch Tips zum Geldsparen, recyceln, Internetadressen zum Thema nähen, kochen, kreativ sein, Dawanda, Etsy und und und....... geschrieben ist es von einer Engländerin und ihr Schreibstiel ist super lustig....... ok ich bin jetzt weg;)

Biggi hat gesagt…

Hei Juli,

bin auch schon um das Buch rumgeschlichen bei Amazon, hab mich dann aber für ein *paar* andere DIY und Nähbücher entschieden. Toll, dass es nun ne Rezension von Dir gibt.
Liebe Grüße
Biggi

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